Emotionelle Erste Hilfe - EEH

Emotionelle Erste Hilfe ist ein Beratungsangebot, in dem Atmung, Körperwahrnehmung und Vorstellungskraft eine zentrale Rolle einnehmen. Unsicherheiten, Angst oder Stress im Zusammensein mit dem Baby, auch dem Ungeborenen, führen oft in einen Zustand der Anspannung und des Grübelns und verhindern das entspannte, wohlige Zusammensein mit dem Baby. Nimmt das Leben mit dem Neugeborenen, aus ganz unterschiedlichen Gründen, einen krisenhaften Verlauf, fühlen sich Eltern oft so, als würden sie nur noch funktionieren. Sie vermissen die Gefühle von Ruhe und Nähe im Zusammensein  mit dem Kind und auch mit dem Partner. Das Bindungsband in der jungen Familie wird dadurch sehr geschwächt. Gefühle von Schuld, Versagen und auch Wut und Aggression können sich breit machen, was die Situation noch zu zusätzlich stark belastet.

In der Beratung unterstütze ich die Eltern, in eine gute, dem Kind Halt und Geborgenheit gebende Selbstverbindung zu finden. Achtsam und feinfühlig wird die individuelle Lebenssituation erkundet. Der Körper mit all seinen Empfindungen ist dabei ein sehr  wichtiges „Instrument“.   Mit einfachen Mitteln, wie z.B. entspannungsfördernden Atemtechniken, Körperwahrnehmungsübungen oder bindungsfördernden Berührungen können die Eltern Ruhe und Sicherheit gewinnen. Auf dieser Basis kann sich ein liebevoller und feinfühliger Dialog mit dem Kind entwickeln. Die Signale des Kindes werden leichter und intuitiv verstanden und können durch die Eltern wieder kompetent beantwortet werden.

Aus ganz unterschiedlichen Gründen kann der Start in die Mutterschaft, Vaterschaft, Elternschaft erschwert sein und Hürden haben, mit denen Sie als Eltern so nicht gerechnet haben.

 Eine Schwangerschaft kann belastet sein durch z. B.

  • eine Diagnose, die die werdenden Eltern beunruhigt und sorgt
  • eine vorausgegangene Geburtserfahrung, die Angst vor der bevorstehenden Geburt macht
  • Befürchtungen, dem Bevorstehenden nicht gewachsen zu sein
  • schwere Krisen während einer vorausgegangenen Wochenbettzeit, z. B. einer   Wochenbettdepression
  • Beziehungskrisen in der Partnerschaft,
  • berufliche oder familiäre Belastungen

Das gemeinsame Leben mit dem Kind beginnt schon in der Schwangerschaft! Die Bindung zwischen den Eltern und dem ungeborenen Kind zu stärken ist ein zentrales Anliegen der EEH.

Ein überwältigendes Geburtserlebnis, eine Kaiserschnittgeburt oder Trennung von Mutter und Kind nach der Geburt haben häufig Folgen für die Mutter/Eltern – Kind – Bindung, belasten das Wochenbett oft schwer. Hier bietet die EEH behutsame Begleitung im Bindungsaufbau, unterstützt und nährt nachträglich den Kontakt zwischen Eltern und Kind.

Wochenbettkrisen haben unterschiedliche Auslöser und nehmen mitunter einen schweren Verlauf bis hin zu einer Wochenbettdepression. Sie sind u.a. gekennzeichnet  von körperlicher und psychischer Erschöpfung, Gereiztheit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Verspannungen, Schmerzen, Gefühlen von Hilflosigkeit und Angst oder Stillproblemen. Mit Hilfe der EEH kann ein Ausweg aus dieser Abwärtsspirale gefunden und einer schweren Krise wirksam vorgebeugt werden.

Wie kann ich mein weinendes Baby begleiten oder beim Einschlafen unterstützen? Langes und intensives Weinen oder Schreien eines Babys ist eine enorme Herausforderung für die Eltern. Die verschiedensten Beruhigungsstrategien wirken nur kurz oder scheinen die Situation noch zu verschlimmern. Ein Baby, das viel weint, tut sich meist auch schwer, einzuschlafen und wacht oft schon bei geringen Störungen wieder auf. Das Thema Babyschlaf beschäftigt viele junge Eltern.

Immer wieder geht es in der EEH darum, die Eltern in ihrer Sicherheit, Kompetenz und eigenen Stressbewältigung zu unterstützen. Fühlen sich die Eltern sicher, fällt es ihnen leichter, das Kind in seiner Not liebevoll und Halt gebend zu begleiten. Das unruhige Baby braucht diesen Halt um wieder zur Ruhe zu finden. Es ist immer wieder tief berührend zu sehen, wie sehr ein kleines Kind mit den Empfindungen seiner Eltern verwoben ist.

„Nirgends können wir Glück und Angst so intensiv erfahren, wie in der Begleitung eines neugeborenen Kindes“Thomas Harms, Diplompsychologe und Begründer der Emotionellen Ersten Hilfe Die Emotionelle Erste Hilfe wurde vom Bremer Diplompsychologen Thomas Harms entwickelt. Es ist ein körperorientiertes Verfahren und wurde aus der Körperpsychotherapie und  Erkenntnissen der modernen Hirn- und Bindungsforschung entwickelt. Einsatz findet die EEH in der Bindungsförderung, Prävention, Krisenbegleitung und Eltern-Baby-Therapie. Wenn Sie mehr Informationen dazu brauchen, rufen Sie mich bitte einfach an. Emotionelle Erste Hilfe ist keine Kassenleistung. Die Kosten für eine Stunde (60min) betragen 62,- Euro. Für den ersten Termin planen Sie bitte 90 min. ein. Meist sind 1-5 Sitzungen ausreichend.

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